Bridges - Musik verbindet
2021-04-02, 23:30–00:00, Piscopia
Language: English

Bridges - Musik verbindet” aus Frankfurt am Main bringt seit 2016 professionelle Musiker*innen mit und ohne Migrations- und Fluchtgeschichte zusammen. Dadurch bietet die Initiative Musikstilen Raum, die in Deutschland weit verbreitet, in der klassischen Musiklandschaft jedoch noch unterrepräsentiert sind. Durch die demokratische Arbeitsweise erarbeiten die Mitglieder geneimsam eine neue, transkulturelle Stilistik. Seit Bestehen hat Bridges – Musik verbindet über 300 Auftritte gespielt - von der Flüchtlingsunterkunft über die Alte Oper in Frankfurt bis hin zur Bundesregierung in Berlin. Bridges-Ensembles gastierten darüber hinaus auf internationalen Festivals in Italien und Usbekistan. Im Februar 2021 erschien in Kooperation mit hr2-kultur das Debut-Album „Identigration“ des 25-köpfigen Bridges-Kammerorchesters. Einige Mitglieder des Kammerorchesters haben Videos für DiVOC aufgenommen:


Künstlerin: Eleanna Pitsikaki, Kanun
Titel: Sweet breeze von Eleanna Pitsikaki, komponiert 2017

Künstlerin: Leana Alkema, Violoncello und Gesang
Titel: Monday Night Sketch

Künstlerin: Johanna-Leonore Dahlhoff, Flöte
Titel: Saturday Afternoon Improvisation

Künstler: Hesham Hamra, Oud
Musiktitel: Bint al shalabiya, Üsküdara, Ja Hnayna Firuz

Künstlerin: Enkhtuya Jambalrdorj, Pferdekopfgeige und mongolischer Untertongesang
Titel: Heimweh

Künstler: Andrés Rosales, E-Gitarre
Titel: Montagmittag Improvisation

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Eleanna Pitsikaki, Kanun
Eleanna Pitsikaki ist auf Kreta geboren und wurde bereits sehr früh von Ihrer Mutter, die Chorleiterin ist, in die Musik eingeführt. Ab 2010 erlernte Eleanna Pitsikaki Kanun und nahm an zahlreichen Workshops in Kreta teil. Sie wurde vom virtuosen Kanunspieler Göksel Baktagir unterrichtet und später von Muhittin Kemal. Seit 2013 nahm Eleanna Pitsikaki an zahlreichen Workshops und Konzertprojekten mit nahmhaften Künstlern wie Ross Daly (Kreta), Sokratis Sinopoulos (Thesaloniki), Yurdal Tokcan (Istanbul) teil. Sie spielte im Orchester der Musikakademie in Plodiv (Bulgarien) und repräsentierte Griechenland in Instanbul auf einem Kanun Festival. Seit 2016 lebt sie in Deutschland und hat an der Popakadademie Mannheimihren Bachelor im Studiengang für Weltmusik, Hauptfach Kanun abgeschlossen. Sie konzertiert weltweit mit ihrem eigenen Ensemble EPI Musik sowie als Gastmusikerin in Ensembles, Orchestern und Chören.

Leana Alkema, Violoncello
Die südafrikanische Cellistin wurde in Windhoeck, Namibia geboren. Sie erhielt in ihrer Heimat bereits viele Preise als Cellistin und kam für ihr weiteres Studium nach Frankfurt, wo sie ihr Masterstudium 2016 abschloss. Sie ist als freischaffende Solistin, Kammermusikerin, Orchestermusikerin, Cellolehrerin und Chorleiterin - u.a. beim Bridges-Chor - tätig. Musik und Heimat liegen der Cellistin besonders am Herzen: zusammen mit Crescendo International hat sie daher 2016 das erste Crescendo Summer Institute für Musiker*innen in Südafrika organisiert.

Johanna-Leonore Dahlhoff, Flöte
Johanna-Leonore Dahlhoff aus Hannover studierte Flöte in Hamburg und Hannover sowie Musiktherapie an der Universität der Künste Berlin. Sie ist seit 2016 künstlerische Leiterin von Bridges – Musik verbindet und komponiert und arrangiert auf regelmäßig für das Bridges-Kammerorchester. Ein weiterer Schwerpunkt in ihrer Arbeit sind moderierte Konzerte für Kinder.
Johanna ist erste Preisträgerin mehrerer Wettbewerbe und war Stipendiatin der Studienstiftung des Deutschen Volkes. Konzertreisen führten sie in die meisten EU-Länder sowie nach Brasilien, Japan, Madagaskar, Mauritius, Russland, Schweiz und in die USA.

Hesham Hamra, Oud
Hesham Hamra kommt aus Damaskus und schließt aktuell den Weltmusik-Studiengang an der Popakademie Baden-Württemberg ab. Dort ist er in verschiedenen Bandprojekten aktiv, wie z.B. dem erfolgreichen Pulse-Projekt, das den Mannheimer Newcomer Preis für seine Fusion arabischer und westlicher Musik gewann und u.a. in der Elbphilharmonie spielte.
Bevor er sein Studium in Deutschland begann spielte im syrischen Jugendorchester und trat auf zahlreichen Festivals im Nahen Osten und Nordafrika auf. Er war mehrere Jahre musikalischer Leiter beim arabischen TV Sender MBC in Dubai und gestaltete dort das Musikprogramm mit internationalen Gästen.

Enkhtuya Jambaldorj, Morin Khuur und mongolischer Untertongesang
Die in Ulaanbaatar (Mongolei) geborene Instrumentalmusikerin und Sängerin studierte Diplom-Orchestermusik und -Musikpädagogik sowie mongolische Volksmusik an der staatlichen in Ulaanbaatar mit dem Abschluss als Orchestersolistin (Bachelor). Enkhtuya arbeitete in der Mongolei als Orchestersolistin für Klassik und Volksmusik am staatlichen Musiktheater in Bulgan und beim Polizei-Ensemble in Ulaanbaatar.
Seit 2000 lebt sie in Deutschland und spielte zunächst beim Weltmusik-Ensemble „Renaissance Kontinental“ später gründete sie ihr erstes Musikensemble „Enkhtuya“ und spielt seit mehreren Jahren also Solistin und in diversen Musikprojekten wie „Enkh Khuur“, „Hatan“ und „The Colours and Voices of Wiesbaden“.

Andrés Rosales, E-Gitarre
Andres Rosales ist Komponist und Multi-Instrumentalist. Er studierte Musik an der Universidad autonoma de Bucaramanga und an der Manhattan School of Music, New York und ist spezialisiert auf Saiteninstrumente wie Gitarre, E-Gitarre, Bass, Tiple, Ukulele und Mandoline. Als Komponist hat er mit dem Nationalen Symphonieorchester Kolumbien und Orchestern aus Buenos Aires zusammen gearbeitet und stand mit großen Vertretern der lateinamerikanischen Szene zusammen auf der Bühne. Er komponiert und arrangiert regelmäßig für das Bridges-Kammerorchester.

https://bridgesmusikverbindet.de/

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