Gynformation bringt gynäkologische Selbstbestimmung ins Netz
2021-04-03, 17:20–18:05, Piscopia
Language: German

Wir berichten über die Entstehung des Kollektivs, von der Idee zur Umsetzung und warum wir finden, dass es gerade im Bereich der Gynäkologie kollektiven Empowerments bedarf und warum eine trans-inklusive, queer-feministische, antirassistische und antiableistische Haltung dabei so wichtig ist.
Zentral für unsere Arbeit ist das Verständnis als Kollektiv. Schon beim ersten Treffen haben wir gemerkt, dass wir ganz unterschiedliche Kompetenzen mitbringen, die das Projekt voranbringen und wir unglaublich viel voneinander lernen können. In unserem Panel wollen wir Einblick in unsere Arbeit geben und erzählen, welche Themen uns in den letzten 1,5 Jahren besonders beschäftigt haben.
Den Code für die Web-Plattform entwickeln wir Stück für Stück weiter. Dabei ist für uns wichtig dass sich unsere Haltung auch im Code wiederfindet, wir gemeinsam Entscheidungen zur Technik treffen, selbstbestimmt damit umgehen und datensparsam arbeiten. Auch diesen Aspekt wollen wir diskutieren.


Gynformation ist ein queer-feministisches Kollektiv, das sich aus Patientinnen-Perspektive für Selbstbestimmung bei gynäkologischen Behandlungen einsetzt.
Auf unserer Webseite entsteht auf Basis von Patient
innen-Empfehlungen ein bundesweites Verzeichnis von gynäkologisch behandelnden Personen, die diskriminierungsfrei arbeiten, ein Bewusstsein für Konsens bei der Behandlung haben und Informationen und Raum für selbstbestimmte Entscheidungen geben. So finden sich in unserem Verzeichnis zum Beispiel Informationen darüber ob Praxisräume barrierefrei sind, ob trans Personen in einer Praxis sensiblen Umgang erfahren oder ob Schwangerschaftsabbrüche angeboten werden.
Neben dem Empfehlungsverzeichnis entsteht eine Sammlung von inhaltlichen Ressourcen, die Anstoß geben wollen, sich Wissen über Gynäkologie und den eigenen Körper anzueignen.

Fragenpad: https://di.c3voc.de/pad/r2r:talk:LQ8JFE

Geekfem Haeckse, IT-SiBe, Datenschutz, Cryptoparty

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Wir sind eine Gruppe queer-feministischer Aktivistinnen, die aus Patientinnen-Perspektive für Selbstbestimmung im Kontext gynäkologischer Behandlungen eintreten.

Wir kämpfen einerseits um das Informationsrecht zum Thema Schwangerschaftsabbruch – dies ist ein wesentlicher Grund für unsere Initiative. Denn wir brauchen nicht nur einfach zugängliche und übersichtliche Informationen darüber, wer Abbrüche anbietet, sondern auch darüber, mit welcher Methode und zu welchem Preis die Behandlung durchgeführt wird und ob ein respektvoller und umsichtiger Umgang zu erwarten ist. Das gleiche gilt aber auch für andere gynäkologische Behandlungen, die teilweise zu unterschiedlichen Preisen angeboten werden, die bestimmten Personengruppen schwer zugänglich sind oder manchmal sogar verweigert werden, oder über die nicht vorurteilsfrei beraten wird.